Neue Namen
Neue Namen – das ist seit vielen Jahren die Konzertreihe für alle, die musikalische Entdeckungen lieben. Im Kleinen Saal der Rudolf-Oetker-Halle präsentiert Konzertveranstalter Till Schoneberg vier junge internationale Künstlerpersönlichkeiten, die bereits heute mit außergewöhnlichem Talent, frischen Ideen und beeindruckender Bühnenpräsenz auf sich aufmerksam machen. Noch stehen sie am Beginn ihrer internationalen Karrieren – doch wer weiß: Vielleicht sind es genau diese Namen, die schon bald auf den großen Konzertpodien der Welt selbstverständlich sein werden.
Colin Pütz
„Colin ist ein außerordentlich begabter Pianist. Merken Sie sich diesen Namen, Sie werden ihn noch oft hören“, wies Dirigent Cristian Măcelaru auf den damals erst 14-Jährigen hin. Er vertraute ihm Chopins 2. Klavierkonzert an und Colin Pütz feierte sein Debüt an der Seite des WDR-Sinfonieorchesters. Seitdem sind internationale Orchester, diverse Festivals und renommierte Veranstalter auf ihn aufmerksam geworden.

Als frisch gekürter Träger des renommierten Prix Serdang 2025, den kein Geringerer als Rudolf Buchbinder vergibt, zählt der 19-Jährige inzwischen zu den vielversprechendsten jungen Talenten Deutschlands. „Es ist, als ob die Musik durch ihn spricht –nicht inszeniert, nicht auswendig gelernt, sondern aus dem Innersten kommend. Besonders bemerkenswert ist Colins Fähigkeit, die großen Werke der Klavierliteratur nicht nur zu spielen, sondern sie zu erzählen. Ob Beethoven oder Chopin, ob Bach oder Schubert –er findet in jeder Phrase eine eigene Wahrheit“, so Pianist und Kurator Rudolf Buchbinder über den jungen Pianisten.
3.10.26, 18:30, Rudolf-Oetker-Halle (Kleiner Saal)
Petar Pejcic & Karolina Aavik
Petar Pejčić ist ein Cellist, der Geschichten erzählt – nicht mit Worten, sondern mit Klang. Die belgische Zeitung Le Soir lobt seinen „beeindruckenden Sinn für das Geschichtenerzählen“, Geiger Friedemann Eichhorn nennt ihn „eines der größten Cellotalente der letzten zehn Jahre“. Kein Wunder also, dass der junge Serbe, der in Bielefeld gemeinsam mit der Pianistin Karolina Aavik auftritt, heute zu den spannendsten Musikern seiner Generation zählt. Geboren in Belgrad, begann Petar Pejčić bereits mit vier Jahren Cello zu spielen. Mit nur 15 Jahren verließ er seine Heimat, um seine Ausbildung in Leipzig fortzusetzen – ein biografischer Schritt, der seinem Programm „Heimweh“ eine ganz persönliche Note verleiht.

Als ECHO Rising Star 2026/27 gastiert er zurzeit auf den großen Konzertpodien Europas – von der Elbphilharmonie über das Concertgebouw Amsterdam bis zum Palau de la Música Catalana in Barcelona. Internationale Wettbewerbserfolge, darunter der fünfte Preis beim renommierten Königin-Elisabeth-Wettbewerb, unterstreichen seinen außergewöhnlichen Weg. Dabei beeindruckt er nicht allein durch technische Brillanz. „Er ist ein hervorragender Cellist und sehr natürlicher Musiker, der immer mit vollem Einsatz und Ausdruck spielt“, sagt Jan Vogler. Eigenschaften, die jedes Konzert zu einem ebenso virtuosen wie berührenden Erlebnis machen.
12.11.26, 18:30, Rudolf-Oetker-Halle (Kleiner Saal)
Clarissa Bevilacqua & Martina Consonni
Clarissa Bevilacqua ist eine Geigerin, die ihr Publikum nicht nur mit ihrem Spiel, sondern auch mit ihrer ansteckenden Bühnenpräsenz begeistert. Gerade einmal neun Jahre alt war sie, als sie in Chicago vor 10.000 Menschen debütierte. Heute erobert die 2001 in Italien geborene und in den USA aufgewachsene Musikerin die großen Konzertsäle der Welt – von der Elbphilharmonie bis zum Théâtre des Champs-Élysées in Paris. Ihr Spiel beschreibt das Magazin Gramophone als „strahlend erhaben“, The Strad hebt die „große Eleganz und Leichtigkeit“ hervor.

Bachtrack bringt es auf den Punkt: „Hier funkelt ein neuer Stern am Geigenhimmel.“ In Bielefeld präsentiert Clarissa Bevilacqua gemeinsam mit der Pianistin Martina Consonni ihr Programm „Mozartiana“ – eine ebenso persönliche wie faszinierende Hommage an Wolfgang Amadeus Mozart aus der Perspektive späterer Generationen. Die Geigerin verbindet technische Brillanz mit großer Neugier: Neben den Klassikern setzt sie sich leidenschaftlich für zeitgenössische Musik ein, zahlreiche Werke wurden eigens für sie komponiert. Mit ihrer natürlichen Ausstrahlung, klugen Moderationen und einem unverstellten Zugang zur Musik gelingt es ihr, klassische Konzerte ebenso inspirierend wie nahbar zu machen.
15.1.27, 18:30, Rudolf-Oetker-Halle (Kleiner Saal)
Liam Ehm
Er schlägt eine Brücke zwischen Klassik, Filmmusik und Improvisation – und knüpft dabei an eine fast vergessene Tradition an: die des Komponisten am eigenen Instrument. Wie einst Chopin oder Liszt spielt der junge Pianist und Komponist nicht nur große Klavierliteratur, sondern vor allem seine eigenen Werke. Dazwischen entstehen musikalische Bögen, die von Frédéric Chopin bis Ennio Morricone, von Franz Liszt bis Alexandre Desplat reichen – ergänzt durch spontane Einfälle und persönliche Moderationen.

Der in Münster lebende Musiker begann bereits mit vier Jahren Klavier zu spielen. Heute begeistert er mit Konzerten, die nie zweimal gleich sind. Seine Eigenkompositionen verbinden die Klanggewalt orchestraler Filmmusik mit der Intimität eines einzelnen Flügels und laden das Publikum zu einer Reise voller Bilder und Emotionen ein. Kritiker sprechen von „magischen Nächten am Klavier“, bei denen im Kopf Filme entstehen, die es nie gegeben hat. Gerade diese Mischung aus technischer Virtuosität, erzählerischer Fantasie und spontaner Kreativität macht Liam Ehm zu einem außergewöhnlichen Künstler. Er spielt nicht einfach ein Programm – er erschafft jeden Abend einen neuen musikalischen Kosmos.
28.4.27, 18:30, Rudolf-Oetker-Halle (Kleiner Saal)



