Bielefelder Philharmoniker

Klangvolle Geschichten

Mal kraftvoll, mal poetisch, mal überraschend: Die Konzertsaison 2026/27 der Bielefelder Philharmoniker erzählt klangvolle Geschichten – mit großen Meisterwerken, spannenden Entdeckungen und einem Leitmotiv, das die gesamte Spielzeit verbindet.

Die Bielefelder Philharmoniker feiern ihr 125-jähriges Bestehen bis Ende 2026 – und nehmen den Schwung des Jubiläums mit in die neue Spielzeit. Nach seiner erfolgreichen ersten Saison setzt Generalmusikdirektor Robin Davis die künstlerische Weiterentwicklung des Orchesters fort. „Sein Start in Bielefeld ist mehr als gelungen“, freut sich Charlotte Höpker, Strategisches Management und Stellvertreterin der Intendanz, und spricht angesichts der gestiegenen Auslastung der Symphoniekonzerte bereits vom „Robin-Davis-Effekt“.

Das Lied begegnet dem Publikum auf ganz unterschiedliche Weise – als gesungene Stimme, als Melodie oder versteckt in symphonischen Motiven. „Das Thema Lied zieht sich wie ein roter Faden durch die neue Konzertsaison, mal versteckt, mal offensichtlich“, erklärt Robin Davis. „Bruder Jakob findet sich bei Gustav Mahler wieder, das Poplied ,All By Myself‘ versteckt sich im zweiten Satz von Sergei W. Rachmaninows Konzert für Klavier und Orchester.“ So lädt die Saison dazu ein, bekannte Werke neu zu entdecken und musikalische Zusammenhänge hörbar werden zu lassen.

Den Auftakt bildet das 1. Symphoniekonzert „Von Menschen und Göttern“. Lera Auerbachs klanggewaltiger Icarus, Robert Schumanns Cellokonzert mit Starcellist Steven Isserlis und Gustav Mahlers Erste Symphonie „Titan“ spannen den Bogen zwischen Mythos, Romantik und existenzieller Klangsprache. Im 2. Symphoniekonzert trifft mit Errollyn Wallens The Elements eine Deutsche Erstaufführung auf Rachmaninows zweites Klavierkonzert mit der erst 20-jährigen Pianistin Magdalene Ho und Dvořáks berühmte „Symphonie aus der Neuen Welt“. Die ersten drei Konzerte stehen zugleich im Zeichen des Jubiläums. „In den ersten drei Symphoniekonzerten feiern wir noch das Jubiläum der Bielefelder Philharmoniker, aber auch die Jubiläen der jeweiligen Komponisten“, sagt Robin Davis. Den Abschluss dieses Jubiläumsblocks bildet Anton Bruckners monumentale Fünfte Symphonie – ein Werk von architektonischer Größe und spiritueller Tiefe.

Martin Beyer, Stephan Kostenbader (Orchestervorstand), Birgit Beckermann, Charlotte Höpker, Robin Davis (v.l)

Auch danach bleibt die Saison abwechslungsreich. Haydns „The Miracle“, William Waltons Bratschenkonzert mit Lawrence Power und Schostakowitschs neunte Symphonie eröffnen das neue Jahr. Im Februar rückt Michael Tippetts Oratorium „A Child of Our Time“ gemeinsam mit dem Bielefelder Opernchor und dem Oratorienchor der Stadt Bielefeld die menschliche Stimme in den Mittelpunkt. „Klassisch und gleichzeitig ein großes Anti-Kriegs-Statement“, beschreibt Robin Davis das Werk. Im März folgen Caroline Shaws Entr’acte, Mozarts g-Moll-Symphonie und Beethovens fünftes Klavierkonzert mit Joseph Moog.

Im April verspricht „Femme fatale“ einen der spannendsten Konzertabende der Saison: Sopranistin Brenda Rae gestaltet Alban Bergs Lulu-Suite, Arnold Schönbergs Orchesterfassung von Brahms‘ Klavierquartett lässt romantische Klangwelten neu aufleben. Im Mai entfalten Anna Clynes This Midnight Hour, Mendelssohns Violinkonzert, Debussys Prélude à l’après-midi d’un faune und Strawinskys Feuervogel eine schillernde musikalische Nachtstimmung. Den Abschluss bildet ein ebenso poetisches wie berührendes Finale mit Lili Boulangers D’un matin de printemps, Richard Strauss‘ „Vier letzten Liedern“ und Schuberts großer C-Dur-Symphonie. „Franz Schuberts Symphonie bildet in ihrer Schlichtheit und mit innigen Momenten den krönenden Abschluss. Sie ist das Wunder von Schubert“, sagt Robin Davis.

Neben den neun Symphoniekonzerten wächst auch die Kammermusikreihe weiter: Erstmals stehen zehn von Orchestermitgliedern kuratierte Kammerkonzerte auf dem Programm. Mehrere Liederabende mit Sängerinnen und Sängern des Musiktheater-Ensembles greifen das Saisonmotto auf und versprechen intensive Musikerlebnisse. „Das Programm der neuen Spielzeit steht wieder für eine große musikalische Gesamtvielfalt, unter anderem mit Formaten wie Last Night of the Proms, und legt zudem einen besonderen Fokus auf Frauen in der Musik – von Mini Richman über die Crüwelli bis hin zu weiblichen Komponistinnen“, betont Konzerthausdirektor Martin Beyer. Dazu kommen die beliebten BiPhil After Work-Abende, das WDR3-Konzert mit Public Viewing der BBC Last Night of the Proms, das Neujahrskonzert, Familien-, Kinder- und Jugendkonzerte, das Universitätskonzert zum Semesterbeginn sowie Konzerte mit dem Musikverein und dem Oratorienchor der Stadt Bielefeld. So bietet die Spielzeit vielfältige Zugänge zur klassischen Musik.

„Die Rudolf-Oetker-Halle ist ein Juwel und die Bielefelder Philharmoniker – die in diesem Jahr ihr 125-jähriges Jubiläum feiern – bringen sie zum Klingen“, sagt Kulturdezernentin Birgit Beckermann. Ein Versprechen, das die Konzertsaison 2026/27 eindrucksvoll einlöst.

Weitere Infos im kostenlos ausliegenden Programmheft sowie online.

Fotos: Corinna Bokermann, Christian Schulz

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