Heimatwelt Bielefeld

FEST DER VIELFALT

Was bedeutet eigentlich „Heimat“ in einer Stadt, in der Menschen mit kulturellen Wurzeln in über 150 verschiedenen Orten auf der ganzen Welt leben? Antworten darauf sucht ein neues Kulturprojekt des Welthaus Bielefeld. Eine vorläufige Antwort gab Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids an Projektleiter Stephan Noltze und Vorstandsmitglied Bernd Reidel: „Es geht um einen weltoffenen Heimatbegriff, unter dem sich Menschen verbinden und austauschen können.“ Genau deshalb setzt die „Heimatwelt Bielefeld“ vor allem auf eins: die Partizipation und die Ideen von möglichst vielen Bielefelderinnen. Schließlich soll das gemeinsam gestaltete „Fest der Vielfalt“ im September 2021 kulturelle Werte, Traditionen, Besonderheiten und auch Unterschiede verschiedener Gruppen der Stadtgesellschaft sichtbar machen. Geplant sind Programmpunkte aus Bereichen wie Musik, Tanz, Poesie, Kulinarik und Kunst. „Es soll um ein buntes, weltoffenes Bielefeld als gemeinsame Heimat gehen“, so Stephan Noltze. Außerdem wird mit den „Heimatsteinen“ ein Gemeinschaftskunstwerk entstehen, dass die kulturelle Vielfalt dauerhaft sichtbar macht. Alle interessierten Gruppen, Vereine, Initiativen, Bürgerinnen und Künstler*innen sind eingeladen sich zu beteiligen.

Kontakt: stephan.noltze@welthaus.de

Große Erwartungen


Die Realität des Steckrübenwinters 1919 in Berlin trifft in „Madame Dubarry“ auf das elegante Rokoko eines märchenhaft imaginierten vorrevolutionären Zeitalters. Ernst Lubitsch zeigt den Aufstieg und Fall einer jungen Hutmacherin zur Mätresse des französischen Königs und mächtigsten Frau Frankreichs. „Die Stadt ohne Juden“ von K. H. Breslauer hingegen ist ein Titel, der uns heute das Blut in den Adern gefrieren lässt. 1924 gedreht, nach fast 100 Jahren wiederentdeckt und restauriert, nimmt der Film zum ersten Mal überhaupt das Thema Antisemitismus auf und setzt es in eine satirische Dystopie von unfassbarer Hellsichtigkeit über die Hetze gegen Juden um. Anders als in der Realität wenige Jahre später geht die Filmgeschichte jedoch besser aus. Der Massenhysterie folgt die Ernüchterung. Ohne Juden wird alles schlimmer in Utopia. Weiter geht’s mit dem „Kino für Kurze“, einem amüsanten Kurzfilmprogramm für die ganze Familie, gefolgt von „The Goose Woman“.

Bielefelder Songnächte


Feinste Musik, starke Stimmen und sehr persönliche Texte. Auch in dieser Saison warten die Bielefelder Songnächte wieder mit exzellenten Musikerinnen aus dem weiten Genre des Singer-Songwriting auf.

VON BETHEL AUF DIE BÜHNE


WIE GEHT ES IHNEN HEUTE? WARUM DIESE SCHEINBAR FREUNDLICHE, WOHLWOLLENDE FRAGE ZUM ALPTRAUM WERDEN KANN, HAT DIE AUTORIN ANNE JELENA SCHULTE BEI DEN RECHERCHEN ZU IHREM NEUEN STÜCK ERFAHREN.

TUBA


Sie ist das Instruments des Jahres 2024 und nach dem Horn, der Posaune und der Trompete bereits das vierte Blechblasinstrument, das auf diese Weise in den Fokus rückt. Sie ist das tiefste Blechblasinstrument und gehört zur Familie der Bügelhörner. 1835 – von Wilhelm Wieprecht und Carl Wilhelm Moritz in Berlin patentiert – ging sie aus verschiedenen Vorläufer-Instrumenten hervor. Der Landesmusikrat Schleswig-Holstein kürt übrigens seit 2008 jedes Jahr ein Instrument des Jahres.